Rumänien - Informationen
Für eine Motorradreise bietet sich der hiesige Sommer an.
Flexibel und wetterfest sollte man trotzdem sein, da sich nichts genau planen und einrichten lässt, schon garnicht das Wetter.

Am schnellsten gelangt man auf den Autobahnen nach Rumänien, die allerdings in Österreich und Ungarn Maut kosten.
Auf Ungarns Landstraßen kommt man auch gut vorwärts, nur Tempolimit beobachten!
Es genügt ein noch 6 Monate gültiger Reisepass in dem das Motorrad bei der Einreise eingetragen wird.
Ein nationaler Fahrzeug- und Führerschein reicht aus.
Wichtig ist noch die für Rumänien gültige "Grüne Versicherungskarte" der KfZ-Versicherung.
Polio-, Tetanus- sowie Diphtherieimpfungen sollten auch daheim Standard sein.
In den Apotheken bekommt man die gängigsten Arzneimittel wesentlich günstiger als in Deutschland.
Krankenhäuser gibt es in den größeren Städten, haben aber meist nicht das westliche Niveau.
Nicht vergessen eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen.
Die Straßen in Rumänien verbessern sich von Jahr zu Jahr und es kann problemlos mit jeder Art von Motorrad gereist werden.
Allerdings muss man abseits der Hauptstraßen auf Erdwegen und dementsprechend vorsichtig fahren.
Zudem ist es sicherlich hilfreich, einige Handgriffe am Motorrad zu beherrschen.
Allerdings nicht zwingend notwendig, fast überall auf der Welt gibt es gute und schlechte Mechaniker, die einem weiterhelfen wollen.
Wir dachten früher auch, man müsse einen Motor nachts in der Wüste mit links zerlegen können.
Stimmt aber nicht!
Tankstellen nach dem westlichen Vorbild sind immer häufiger anzutreffen, dort kann man auch meistens mit Kreditkarte und Pincode zahlen.
Bleifreies Benzin ist ebenfalls landesweit zu haben.
Es gibt überall genug Auswahl an verschiedenem Essen.
Restaurantbesuche sind in der Regel sehr preiswert.
Pizza und Hamburgerketten gibt es mittlerweile in jeder Hauptstadt oder größeren Metropolen.
Wir ernähren uns fast immer von dem landestypischen Essen, das spart Geld und schmeckt meist gut.
Zudem kommt man so mit den Einheimischen in Kontakt.
Wasser ist ein empfindliches Grundnahrungsmittel!
Wir haben die Bevölkerung gefragt und meistens das getrunken was sie uns empfohlen hatten.
In der Regel tranken wir "Kranenburger" oder "Brunnenquelle" ohne Zusätze.
Im Zweifelsfall das Wasser mit Zusätzen genießbar machen, oder abgepacktes Wasser kaufen.
Unser Zuhause sind auf Reisen der Schlafsack und das Zelt!
Durch das Zelt waren sind absolut unabhängig und können dort übernachten wo es uns gefällt.
Bei der Auswahl des "Hotels" ist in erster Linie ein sicherer Platz für das Motorrad ausschlaggebend.
Oftmals im Hof, in der Küche, im Wohnzimmer, im Laden, Garten etc..
In Rumänien sind günstige Pensionen oder Privatunterkünfte keine Seltenheit und bieten die Möglichkeit Kontakt zur Bevölkerung aufzunehmen.
Es gibt fast immer eine Unterkunft gibt, welche die Reisekasse nicht zu sehr belastet.
Wir hatten Zimmer von € 1,50 - 10,00 pro Person.

Familie Josef Ettenauer (Bei Krems an der Donau, ca. 60 Km vor Wien)
Zimmer Camping Weinbau
Untere Hauptstr. 35
3495 Rohrendorf
Österreich
Tel: ++43(0)2732/86405
Camping: € 5,00 p.P.
Immer dem Schild „Camping" in Rohrendorf folgen (klein, gemütlich + komfortabel)

Casa Contelui (Bitte Button rechts anklicken, dort kommt ihr zur Homepage der Pension)
Pensiuna Turistica
Str. N. Balcescu nr. 16
Rosenau/Rasnov (bei Brasov/Kronstadt)
Zimmer: € 10-17 DZ
Nach Florin fragen. Parken der Motorräder im Garten!!

Bujdoso Panzio
Balazs Zsolt (Ungar - spricht etwas englisch)
Auf dem Bucin Pass (1.287m ü.N.) stehen einige Häuser
Liegt auf dem Weg von Sovata nach Gheorgheni
Zimmer: € 1,50 p.P. im kleinen Häuschen (Cabana), etwas mehr im großen Haus, dort auch warme Dusche und Restaurant.

In Rumänien kann man fast in jedem größeren Ort bei den Banken Geld mit Hilfe von Kreditkarten oder EC-Karten an den Automaten bekommen.
Auf Travellercheques haben wir immer verzichtet
Bargeld tauscht man am besten in einer der vielen Wechselstuben.
Nicht zu viel, da der Kurs des rumänischen Lei zum Euro immer wieder fällt!

Wir haben beste Erfahrungen mit dem Guthabenkonto bei der BHW gemacht.
Für ein gewisses Entgelt pro Jahr bekommt der Antragsteller und der Partner je eine Visacard und Mastercard. Das Entgelt entfällt, sobald der Umsatz der Hauptkarte einen gewissen Betrag übersteigt!!
Das passiert auf längeren Reisen ganz schnell, somit kostet die Karten eigentlich nichts.
Von diesem Guthabenkonto kann man nun in Euroland kostenfrei an jedem Geldautomaten Geld abheben, außerhalb von Euroland fallen momentan 1,5 % Umsatzgebühren an!
Das finden wir sehr fair!
Es ist so schön, sich das Geld einfach aus dem Automaten zu ziehen!!!
Vorbei das stundenlange Warten um Geld tauschen zu können!!

Wir fühlen uns selten nicht sicher, wenn es bei der Schlafplatzsuche aufkommen sollte, so folgen wir der "Inneren Stimme" und suchen wir uns einen anderen!!!
Arm sind Leute, die mit dem Motorrad durch die Weltgeschichte reisen sicher nicht, aber wir protzen trotzdem nicht mit dem Geld herum.
Als Motorradfahrer hat man direkteren Kontakt zur Bevölkerung. Man sieht sowieso nicht so reich aus und ist oftmals etwas verdreckt.
Dennoch immer die anderen Reisenden nach dem aktuellen Stand fragen.
Diebe und Kleingauner finden sich überall auf der Welt.
Weltweit ist natürlich Englisch Pflicht!
In Rumänien, besonders in Transsylvanien, kommt man auch mit Deutsch weiter.
In allen Ländern sollten einige Wörter der Landessprache gelernt werden.
Zur Not geht es halt auch mit Mimik, Gestik und Aufgeschlossenheit!
Die Verständigung zu anderen Reisenden oder in die Heimat erfolgt zum größten Teil übers Internet. Internetcafés findet man in jeder großen Stadt, bzw. touristisch frequentierten Orten.
TARGET="rechts" onMouseOver="vs_ein('b10256', 'bilder/vs4_77.gif',' '); return true;" onMouseOut="vs_aus('b10256','bilder/vs3_77.gif');">
Wir haben uns einen aus der Stadtbibliothek ausgeliehen und waren recht zufrieden mit ihm.
Rumänien - Goldstadt Reiseführer, Bd.34
Von DuMont etc. halten wir nicht viel.

Ohne Reiseführer kann man allerdings auch sehr spannende Erfahrungen machen, vor allem wenn man nicht der 1.000 sein will der einem Tipp folgt!
Um ausführliche Informationen zu Motorrad-Reisebüchern zu bekommen bitte auch den obigen oder linken Button LITERATUR anklicken !
Atlas Rutier von Shell (1:500.000) bekommt man an den Shell-Tankstellen vor Ort.
Passt dank Spiralblock auch supergut in den Tankrucksack!
(oder warum man mal das vergessene Land Europas bereisen sollte)

Europas vergessene Gipfel
In Rumänien bilden die Karpaten einen Bogen. Das Gebirge ist so die natürliche Grenze einer Gegend, von der jeder schon einmal gehört hat, aber nur wenige bis dato tatsächlich besucht haben: Transsilvanien. In den transsilvanischen Wäldern und Bergen lebt der größte europäische Bärenbestand Europas. Auch Wölfe, Luchse und der Karpatenhirsch sind hier in den rumänischen Karpaten zu Hause. In den Alpen inzwischen selten gewordene Pflanzen wie Edelweiß und Bergnelken blühen noch zahlreich und so sind für viele Naturliebhaber die Karpaten das schönste Gebirge Europas. Und auch geologisch sind die Karpaten hochinteressant. Entstanden ist das Gebirge zur gleichen Zeit wie die Alpen: vor 140 Millionen Jahren durch das Aufeinanderstoßen der ozeanischen und kontinentalen Platte. Durch diese alpidische Faltung entstand ein Gebirgszug aus Kalkstein in den westlichen Karpaten, und kristallinem Schiefer im südlichen Teil. Ein jüngeres, einzigartiges geologisches Phänomen findet sich im mittleren Teil etwa 100 Kilometer von Brasov/Kronstadt entfernt. Hier blubbert und gurgelt es auf einer riesigen Flache in einer skurrilen Mondlandschaft: die Schlammvulkane von Buzau. Diese Schlammvulkane haben einen Grund: es gibt Erdöl in diesem Teil der Karpaten, das auch seit etwa 100 Jahren gefördert wird. Durch das Erdöl entweichen Dämpfe, die in Verbindung mit dem Wasser den kalkhaltigen Boden lösen und Schlammvulkane bilden. Ob dieses Phänomen natürlich ist, oder erst durch die Erdölbohrungen entstand, darüber streiten die Fachleute.

Transsilvanien
Transsilvanien irgendwo in den Karpaten - das muss sehr weit weg sein. Dabei ist die geographische Mitte Europas von uns genauso nah wie zum Beispiel Spanien. Bekannt höchstens als Mythos oder als Geheimtipp unter Naturliebhabern. Die zu Unrecht vergessene Region ist reich an vielseitiger Natur, Wildtieren und Städten mit viel Kulturgeschichte und bis heute erhaltenem mittelalterlichem Flair.
Die Karpaten sind ein insgesamt 1500 Kilometer langer Gebirgszug, der sich 70 Kilometer hinter Wien erhebt und von der Slowakei bei Bratislava über Polen und die Ukraine, hauptsächlich aber in Rumänien erstreckt. In der geographischen Mitte Europas bietet das vergessene Gebirge eine unvergleichliche Naturvielfalt an Tieren und Pflanzen. Für viele Naturliebhaber sind die rumänischen Karpaten ein echter Geheimtipp.


Man spricht Deutsch
Im Süden Transsilvaniens finden sich bis heute deutsche Einflüsse und Geschichte. Bekannt als Siebenbürgen hat diese Region jahrhundertealte deutsche Wurzeln und bis heute leben hier viele Deutschstämmige. Vor 700 Jahren wurden die Siebenbürgen Sachsen von den damaligen ungarischen Herrschern gebeten, das bis dahin kaum bewohnte Land zu besiedeln, als Schutz vor osmanischen Eroberern. Dafür versprach der ungarische Herrscher den Einwanderern aus Deutschland, ihnen das Land dauerhaft zu überlassen. Die Siebenbürgen Sachsen kamen, blieben bis heute und prägten diesen Teil Transsilvaniens kulturell und wirtschaftlich. Die mittelalterlichen Kirchenburgen mit dazu gewachsenen Dörfern und Städten sind typisch für Siebenbürgen und es entstand ein für Gesamtrumänien wichtiges wirtschaftliches Zentrum in Brasov / Kronstadt. Kulturell ist Sibiu / Hermannstadt das Zentrum Siebenbürgens. Egal, wo man in Siebenbürgen unterwegs ist: fast jeder spricht deutsch. Denn in fast allen Städten sind die deutschen Schulen nicht nur erhalten, sondern gelten auch bei den Rumänen als Eliteschulen und die deutsche Sprache als wichtige Chance für die Zukunft der Kinder.

Zeitreise mit Pferdewagen
An der Grenze zur Ukraine liegt in den so genannten Waldkarpaten in einem Talkessel die Maramuresch. Die Maramuresch bezaubert durch liebliche, sanft geschwungene Hügel. Da der Talkessel über die Jahrhunderte für die verschiedenen Eroberer, die durch Osteuropa zogen, kaum zugänglich war, wurde die Maramuresch nie erobert und unterworfen. Auch westliche Einflüsse und moderne Technik dringen nur äußerst langsam vor. So ist hier bis heute eine sehr ursprüngliche Region erhalten, die sich viel Eigenes bewahrt hat. Pferdewagen sind das wichtigste Transportmittel. Die Felder werden mit Ochsen gepflügt, Wiesen mit Sensen gemäht. Vor den Häusern stehen Holzbänke, wo sich die Menschen treffen, reden und mit Hand die frisch geschorene Wolle spinnen. Ihr stolzer Blick verrät, dass sie sich ihrer Geschichte bewusst sind. Wer in die Maramuresch kommt, unternimmt eine wahre Zeitreise. Da nur wenige Fremde den Weg hierher finden, freuen sich die Menschen hier noch sehr über Besucher. Schnell entstehen Gespräche. Oft mit Händen und Füßen, aber äußerst hilfsbereit, herzlich und gastfreundlich. Und so machen die Bewohner der Maramuresch einen Besuch dieser Region zu einem unvergessenen Erlebnis.

Die letzte Waldeisenbahn
Mit Volldampf langsam voran
Mit einer alten Dampflok zur Arbeit fahren, das kennen wir heute höchstens noch aus Erzählungen oder alten Filmen. In Viseu de Sus, ganz im Norden Rumäniens, geht das bis heute. Denn hier fährt die letzte Waldeisenbahn Mitteleuropas.

Die Bahn ins wilde Tal
Unberührte, wildromantische Karpatentäler gibt es in Transsilvanien viele. Eines der wildesten ist das Wassertal, das sich von Viseu de Sus entlang des Flüsschens Vasser etwa 50 Kilometer östlich bis zur ukrainischen Grenze erstreckt. Bis heute gibt es keine Strasse, die in das Tal hinein führt. Die einzige Möglichkeit in das einsame Holzfällertal zu gelangen ist die schmalspurige, mit Dampflokomotiven betriebene Waldbahn. Sie ist die letzte Waldbahn Rumäniens und Mitteleuropas. 1932 wurde sie als Werkbahn des örtlichen Sägewerks von Viseu de Sus gebaut. Das im Tal frisch geschlagene Holz wurde mit der Bahn direkt ins Sägewerk transportiert. Heute werden auf der Strecke neben den beiden Dampfloks auch zwei Dieselloks eingesetzt

Ein Industriedenkmal
Noch Anfang des 20. Jahrhunderts war der Transport von Holz per Schmalspur-Dampflok in Europa sehr verbreitet. Die Schmalspur-Waldeisenbahnen lösten bereits vor der Jahrhundertwende das aufwendige Flössen von Holz ab und galten damals als technische Revolution. Mit der Entwicklung und Verbreitung der LKW lösten diese in Mitteleuropa in den 50ziger Jahren die Schmalspurbahnen ab. Nur in Rumänien gab es selbst in den 60ziger Jahren noch mehrere Dutzend dieser Bahnen mit einem Gesamtstreckennetz von über 3000 Kilometern. Heute ist die Wassertalbahn die einzige noch funktionierende Waldbahn und damit die letzte Zeugin dieser Transportart. Kein Wunder, dass Eisenbahnfans aus aller Welt nach Viseu de Sus kommen, um einmal mit der Wassertalbahn zu fahren. Ganz hartgesottene Fans kommen sogar immer wieder.

Kilometer für Kilometer
Etwa 40 Kilometer lang ist die Strecke der Wassertalbahn. Die ersten acht Kilometer der Strecke sind noch dicht besiedelt. Die Gärtchen der kleinen Häuser drängen sich dicht an die Schienen. Begleitet von den lauten Begrüßungen zwischen den Anwohnern und den Reisenden rumpelt die Waldbahn vorwärts. So langsam, dass die Mitreisenden den an den Schienen stehenden Bewohnern mit ihren Mützen auf den Kopf schlagen und Zeit für ein schnelles Gespräch bleibt. Ab Kilometer zehn der Strecke wird es dann immer einsamer. Waldarbeitersiedlungen, Forsthäuser und hin und wieder eine Grenzstation sind die einzigen Bauten weit und breit. Etwa bei Kilometer 19 muss die Lok halten. Denn die Vasser bildet hier ein kleines Nebenflüsschen ganz nahe an den Schienen. So kann äußerst einfach neues Wasser getankt werden. Für die 40 Kilometer braucht die Bahn fast sechs Stunden. Aber die Fahrt in der auch im Winter mit offenen Wagen fahrenden Dampflok ist trotz der unüberhörbaren Maschinen- und Dampfgeräusche ein einzigartiges Naturerlebnis.

Eine Bahn für Holzfäller und Schäfer
Irgendwann zwischen sechs und zehn Uhr morgens setzt sich die Dampflok schnaubend und ächzend in Bewegung. Halt eben dann, wenn der Lokführer und sein Bremser mit den Vorbereitungen fertig sind. Geduldig vertreiben sich die Mitfahrer die Zeit, meist mit einem kleinen Schnaps oder einem Bierchen. Denn die meisten sind Holzfäller, Grenzbeamte, Jäger oder Schäfer, die montags morgens hinauf ins Tal zu ihrem Arbeitsplatz fahren und freitags dann wieder zurück. So haben alle Reisenden auch sehr viel Gepäck dabei, inklusive Pferden, Schafen und Kühen, die auf den offenen Gitterwagen transportiert werden. Die meisten lieben die Fahrt mit der Bahn. Denn es geht gemütlich zu, es wird viel erzählt und einige finden sich zum Karten spielen zusammen. Kaum einer wünscht sich eine Strasse und LKW, die die Strecke schneller schaffen könnten. Dann könne man die frische Luft und die schöne Natur nicht mehr genießen, erklären zwei Schäfer.
Bitte Button anklicken, dann gelangt Ihr zur Ausrüstungsliste.
Wir möchten lediglich eine Hilfestellung bei der Planung einer Motorradreise geben und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit!!